Sonntag, 1. Juli 2012

Nichts als Liebe - Beth Kephart

Nichts als Liebe


Autor: Beth Kephart
Preis (Taschenbuch): 8,95 €
Verlag: dtv
Sprache: Deutsch
Seiten: 192
Erschienen: 01.06.2012
Reihe: Nein
ISBN:  978-3-423-62518-0
Alter: ab 14 Jahren






Die 16-jährige Katie hat ihre Mutter verloren und arbeitet im Sommer, zur Ablenkung, in dem Garten von einer Miss Martine. Diese Frau ist aber schon seit 1954 nicht mehr gesehen worden. Das weckt Katies Neugierde und sie beginnt in der Bücherei zu recherchieren, was mit der Frau geschehen ist. Die hübsche Bibliothekarin und ein Junge namens Danny, helfen ihr bei ihren Nachforschungen. Auch ihr Vater, welcher an einem Gemälde arbeitet, entdeckt etwas.







Auf dem Cover ist ein Mädchen abgebildet, welches aus dem Fenster schaut. Sie sollte womöglich Katie darstellen, die aus dem Fenster schaut und die Schönheit der Natur sieht, denn man erkennt hinter dem Fenster Blumen. Das Cover finde ich deshalb gut und passend für die Geschichte.








"Es gibt die Dinge, die gewesen sind, und die Dinge, die noch nicht gewesen sind."







"Jemand hat mir das Herz gebrochen", sagt sie, einfach so, ohne ins Detail zu gehen. 
"Bücher haben mich gerettet, also bin ich Bibliothekarin geworden."
"Einfach so?"
"Nein, Katie, das nicht. Heilen dauert seine Zeit. Auch dem Leben eine neue Richtung zu geben. Es dauert auch lange, bis man sich selbst wieder gefunden hat." (Seite 122)







Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Katie geschrieben und handelt überwiegend vom Geheimnis der Miss Martine.
Gelegentlich gibt die Autorin Rückblenden, indem sie zwischen den Erinnerungen von Katie an ihre verstorbene Mutter und der eigentlichen Geschichte wechselt. Beim Klappentext habe ich aber mehr erwartet, dass es viel emotionaler sein und viel mehr über den Tod der Mutter berichtet wird. Es wird distanziert erzählt, als Leser konnte ich mich kein bisschen in den Verlust von Katie hineinfühlen. Aber auch allgemein konnte ich zu dem Hauptcharakter Katie, keine Bindung aufbauen. Obwohl die Geschichte in der Ich-Perspektive geschrieben ist, kennt man Katies wahre Gefühle nicht wirklich. Ich habe von der Autorin mehr erhofft, da sie selbst das Buch in Erinnerung an ihre Mutter, verfasst hat. Das finde ich ziemlich schade, man hätte es noch näher beschreiben können.

Das Verschwinden von Miss Martine finde ich am interessantesten. Die Autorin hat sich dabei viele Gedanken gemacht, wie sie es als großes Geheimnis verpackt. Die Geschichte von Miss Martine, bleibt bis zum Schluss spannend, sodass ich von der Enthüllung des Rätsels sehr überrascht war.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls wenig ausgearbeitet, dennoch finde ich die Bibliothekarin am Besten beschrieben und einzigartig, denn sie ist sehr hübsch, kleidet sich gut und ist gebildet. 
Der Schreibstil ist der Geschichte angemessen, wodurch sich das Buch flüssig und leicht lesen lässt. Beth Kephart versucht ihrer Detailverliebtheit, mit ihren Naturbeschreibungen, Ausdruck zu verleihen.







Meine Meinung zu dem Buch ist eher durchwachsen. Die Idee der Geschichte von Miss Martine ist durchaus positiv zu betrachten, jedoch finde ich den Roman nur teilweise gelungen. Das Buch ist deshalb ganz nett, aber man muss es nicht gelesen haben.


Kommentare:

  1. Schöne Rezi :)
    Ich bin mir nicht sicher, ob "Nichts als Liebe" wirklich etwas für mich wäre - die Geschichte finde ich zwar ziemlich interessant, aber ich mag es gar nicht, wenn man sich nicht richtig in den Charakter hineinversetzen/fühlen kann, wie du geschrieben hast. Das Zitat und den ersten Satz finde ich aber irgendwie richtig schön. :) Ich werde mir wohl überlegen müssen, ob es sich für mich lohnt, das Buch zu kaufen. :)
    Vielen Dank aber für deine Rezension. :)

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    1. Du kannst es ja mal probieren :) das Buch ist auch nicht so teuer. Vielleicht gefällt es dir mehrmals mir :)

      Liebe Grüße

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