Montag, 25. Juni 2012

Sieben Tage ohne - Monika Peetz


Sieben Tage ohne

Autor: Monika Peetz
Preis (Taschenbuch): 9,99 €
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Sprache: Deutsch
Seiten: 336
ISBN: 978-3-462-04410-2
Erschienen: 14.05.2012
Genre: Frauenroman








"Sieben Tage ohne" von Monika Peetz, erzählt von fünf unterschiedlichen Frauen, die sich dazu entscheiden, in einem Burghotel im Altmühltal, zu entschleunigen. Eva, Mitte vierzig, hat dabei ein ganz persönliches Motiv: ihren unbekannten Vater finden. Durch einen Brief erfährt sie, dass ihr potentieller Vater, den sie nie kennen gelernt hat, dort arbeitet. Ohne den Freundinnen bescheid zu sagen, dass sie auf der Suche nach ihm ist, fahren sie gemeinsam dorthin um zu fasten. Eva ist jedoch nicht die einzige mit Geheimnissen.Caroline verheimlicht auch etwas.








"Es war einer dieser Tage."








Das Cover ist schlicht und einfach gehalten. Die Farben der Fruchtcocktails stechen besonders ins Auge und heben sich von dem weißen Hintergrund ab. Die fünf Getränke stehen für die fünf Frauen, die im Buch vorkommen - jedes ist anders, genauso wie die Charaktere. Außerdem erinnert mich das Cover an warme Sommertage, man bekommt dadurch sofort gute Laune und Lust, selbst so einen Cocktail zu trinken. Der Titel "Sieben Tage ohne" verrät schon, dass das Buch um Etwas geht, worauf man verzichten muss.








Monika Peetz's erster Roman "Die Dienstagsfrauen", handelt bereits von den vielfältigen Freundinnen. Ich persönlich habe das Buch noch nicht gelesen, konnte aber "Sieben Tage ohne" wunderbar folgen.

Zu Beginn habe ich mich sehr auf die Vatersuche mit Eva gefreut, was sich aber legte, je mehr ich las. Für eine Frau in ihrem Alter, ist das Verhalten total unpassend und kindisch, als sie einen Mann in Verdacht hat, der ihr Vater sein könnte. 
Übers ganze Buch wird eine Spannung aufgebaut - man möchte endlich erfahren wer der Vater ist und dann kommt alles ziemlich abrupt.

Zu den Charakteren konnte ich keine wirkliche Bindung aufbauen, da die Personen meiner Meinung nach, zu wenig beschrieben wurden, um sich in sie hineinzufinden. Jede Protagonistin hat jedoch ihren ganz eigenen Charakter, sodass es nicht langweilig wird, ihre Handlungen zu verfolgen: Caroline ist eine gute Anwältin, Eva eine verheiratete Ärztin und die Mama von vier Kindern, Estelle eine wohlhabende Apothekerin, Judith eine Witwe und Kiki ist die Arbeitssuchende Designerin, die vor kurzem ebenfalls Mama geworden ist.
Auch Beziehungs- und Liebesprobleme reisen mit den Frauen mit. Während die eine mit ihrem Kummer kämpft, kämpft die andere mit ihrem Körper.
Die Freundinnen finde ich allerdings merkwürdig, denn sie verheimlichen vieles voreinander und können sich nicht gegenseitig vertrauen. Hier hätte ich mir viel mehr Zusammenhalt gewünscht und erwartet. Zudem werden Probleme nicht ausdiskutiert, sondern einfach hingenommen, obwohl vorher ein rießen Drama daraus gemacht wurde. 
Anderen Charaktere, wie beispielsweise die Hotelgäste, finde ich unterhaltend und sie geben dem Buch einen gewissen Rahmen.

Durch die 72 kurzen Kapitel, die wieder in mehrere Abschnitte unterteilt sind und den einfachen Schreibstil der Autorin, lässt sich das Buch flüssig lesen. Viele Stellen sind interessant und witzig gestaltet. Außerdem konnte ich durch das Buch ein bisschen mehr über das Heilfasten herausfinden. 



Das Ende des Romans, hat mir nicht so gut gefallen, da sich die Ereignisse überschlagen und das Buch plötzlich zu Ende ist. Ich hatte ein bisschen den Eindruck, als wolle Monnika Peetz endlich zum Schluss kommen wollen. Dennoch ist dies ein gutes Buch für langweilige Abende, welches auch ohne die Vorkenntnisse des ersten Teils gelesen werden kann. 

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